Schule und Stadtteil

Die Carl-Götze-Schule, benannt nach einem bedeutenden Hamburger Schulreformer, liegt im Ortskern des Stadtteils Groß Borstel. Die derzeitige Vierzügigkeit wird sich im Laufe der Jahre durchgehend in eine Fünfzügigkeit entwickeln, auch die Anzahl der Vorschulklassen wird wachsen.

Das Wohnumfeld der Schule ist geprägt von überwiegend niedriger Bebauung in Form von Ein- und Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern und kleinen Wohnanlagen. Durch die Realisierung städtischer Bebauungspläne wächst die Bevölkerung stetig an.

Da unsere derzeitigen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen werden, gibt es entsprechende Baumaßnahmen.

In der Sportallee haben wir eine zentrale Aufnahme und Wohnunterkunft für Zuwanderer aus anderen Ländern. Die schulpflichtigen Kinder der dort – in der Regel nur kurzzeitig- wohnenden Familien, werden an diesem Standort derzeit von zwei Lehrkräften in zwei Gruppen unterrichtet, die der Carl-Götze-Schule als Dienststelle zugeordnet sind.

 

Lage der Schule, Gebäude, Raumausstattung

Die Carl-Götze-Schule liegt in einem weitläufigen, parkähnlichen Gelände mit umfangreichem alten Baumbestand. Der Schulhof, die angrenzenden Grünflächen mit vielen Sträuchern und Bäumen und der Schulgarten bieten den Schulkindern vielfältige Möglichkeiten für Spiel und Bewegung.

Auch für den Unterricht und die Betreuung leisten die großzügigen Außenanlagen wertvolle Beiträge für anschauliches und entdeckendes Lernen. Sowohl in den Pausen als auch in den Stunden der freien Gestaltung und am Nachmittag haben die Kinder die Möglichkeit, Spiel- und kleine Sportgeräte für die „aktive Pause“ auszuleihen. Ergänzt wird das Bewegungsangebot durch eine aus Spenden und Sponsorenläufen finanzierte Kletterlandschaft, ein Karussell, den Sandkastenbereich und Basketballkörbe. Den wunderbaren Sportplatz in unmittelbarer Nähe der Schule nutzen wir sowohl in der Pause als Fußballfläche als auch für andere sportliche Zwecke. Im Blockhaus des den Schulgartens können kleinere Gruppen während der Unterrichtszeit und am Nachmittag forschen und arbeiten.

Auf dem Schulgelände befinden sich drei durch einen Laubengang verbundene Klassenhäuser mit jeweils 4 Klassen- und Gruppenräumen, die für Differenzierungen genutzt werden können. Im Fachgebäude (auch mit Klassen- und Gruppenräumen ausgestattet) sind derzeit die Fachräume für Kunst, Werken/ Technik, Sachunterricht/ Naturwissenschaften angesiedelt. Lernen mit IT-Medien, die Schülerbücherei sowie der Beratungs-/ Personalratsraum und ein Sprachförderraum befinden sich ebenfalls in diesem Haus. Alle Klassen- und etliche Fachräume sind mit Dualboards ausgestattet. Alle Klassen- und etliche Fachräume sind digital auf dem neusten Stand.

Im Verwaltungsgebäude sind das Sekretariat, die Büros der Schulleitung und des Hausmeisters sowie das Lehrerzimmer untergebracht. In der Aula (Kapazität für 200 Personen) findet auch in weiten Teilen der Musikunterricht statt. Gemeinsam mit der Turnhalle vervollständigen beide Gebäudekomplexe das weitläufige Schulgelände. Der am Brödermannsweg gelegene Vereinssportplatz kann von der Schule mitbenutzt werden. An das Schulgelände grenzt das –ebenfalls weitläufige- Gelände der Elbkinder-Kita Brödermannsweg und das Grundstück der Kirchengemeinde St. Peter.

Carl Götze war ein deutscher Pädagoge und Schulreformer.

Von 1914 bis 1919 lehrte er an der Schule im Brödermannsweg in Groß Borstel. 1920 wechselte er an die Schulbehörde, wo er als Oberschulrat das Volksschulwesen leitete. Als Schulreformer wollte er die ästhetische Erziehung umfassend ändern und von einer technisch ausgerichteten, theoretischen Zeichenlehre zu kreativer Gestaltung führen. Im Rahmen seiner Bemühungen lernte er den Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, kennen. Sie organisierten 1897 in der Kunsthalle eine Ausstellung freier Kinderzeichnungen, die unter dem Titel „Das Kind als Künstler“ überregionale Bekanntheit erlangte.

Carl Götze initiierte die Kunsterziehungstage mit, die 1901 in Dresden, 1903 in Weimar und 1905 in Hamburg stattfanden. Während Götzes Dienstzeit in der Weimarer Republik kam es in Hamburg zu umfassenden Schulreformen. Dazu zählte die Selbstverwaltung der Schulen, eine Arbeitsschule, freie Formen des Unterrichts und praktische Lernmethoden. Außerdem wurde das Institut für Lehrerfortbildung ins Leben gerufen. Als Repräsentant der Schulreform in Hamburg nahm er an zahlreichen in-und ausländischen Kongressen und Veranstaltungen teil.

Seit 1991 heißt die Grundschule in Groß Borstel Carl-Götze-Schule und erinnert an den ehemaligen Pädagogen.