Schule und Stadtteil

Die Carl-Götze-Schule, benannt nach einem bedeutenden Hamburger Schulreformer, liegt im Ortskern des Stadtteils Groß Borstel. Zurzeit ist sie eine drei- bis vierzügige Grundschule mit zwei Vorschulklassen.

Das Wohnumfeld der Schule ist geprägt von überwiegend niedriger Bebauung in Form von Ein- und Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern und kleinen Wohnanlagen. Durch die Realisierung städtischer Bebauungspläne wächst die Bevölkerung stetig an. Als Folge daraus wird sich auch die Schülerzahl in Richtung durchgängiger Vierzügigkeit verändern. So ist es auch im Schulentwicklungsplan vorgesehen.

Da unsere derzeitigen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen werden, sind entsprechende Baumaßnahmen für einen Zu- und Umbau vorgesehen. Diese werden voraussichtlich im Jahre 2022 beendet sein.

In der Sportallee gibt es eine zentrale Aufnahme und Wohnunterkunft für Zuwanderer aus anderen Ländern. Die schulpflichtigen Kinder der dort – in der Regel nur kurzzeitig- wohnenden Familien, werden an diesem Standort derzeit von zwei Lehrkräften in zwei Gruppen unterrichtet, die der Carl-Götze-Schule als Dienststelle zugeordnet sind.

 

Lage der Schule, Gebäude, Raumausstattung

Die Carl-Götze-Schule liegt in einem weitläufigen, parkähnlichen Gelände mit umfangreichem alten Baumbestand. Der Schulhof, die angrenzenden Grünflächen mit vielen Sträuchern und Bäumen und der Schulgarten bieten den Schulkindern vielfältige Möglichkeiten für Spiel und Bewegung.

Auch für den Unterricht und die Betreuung leisten die großzügigen Außenanlagen wertvolle Beiträge für anschauliches und entdeckendes Lernen. Sowohl in den Pausen als auch in den Stunden der freien Gestaltung und am Nachmittag haben die Kinder die Möglichkeit, Spiel- und kleine Sportgeräte für die „aktive Pause“ auszuleihen. Ergänzt wird das Bewegungsangebot durch eine aus Spenden und Sponsorenläufen finanzierte Kletterlandschaft, ein Karussell, den Sandkastenbereich, einen Fußballplatz und Basketballkörbe. Ein Blockhaus für den Schulgarten (mit angemessener Innenausstattung) ist geplant, um auch während der Unterrichtszeit und am Nachmittag in kleineren Gruppen forschen und arbeiten zu können.

Auf dem Schulgelände befinden sich drei durch einen Laubengang verbundene Klassenhäuser mit jeweils 4 Klassen- und Gruppenräumen, die für Differenzierungen genutzt werden können. Im Fachgebäude (auch mit Klassen- und Gruppenräumen ausgestattet) sind derzeit die Fachräume für Kunst, Werken/ Technik, Sachunterricht/ Naturwissenschaften angesiedelt. Lernen mit IT-Medien, die Schülerbücherei sowie der Beratungs-/ Personalratsraum und ein Sprachförderraum befinden sich ebenfalls in diesem Haus. Etliche Klassen- und einige Fachräume sind bereits mit Smartboards ausgestattet. Weitere sollen folgen. Alle Klassenräume verfügen über Rechner mit Internetzugang.

In den Jahren 2011/12 sind alle Fachräume neu möbliert und ausgestattet worden.
Im Bereich der ehemaligen „Pausenhalle“ und einem ehemaligen Fachraum wurde das Schulrestaurant errichtet. Durch die Umnutzung des angrenzenden ehemaligen Sachunterrichtsraum sowie seit Schuljahresbeginn 2014/15 durch Doppelnutzung des Bastelparadieses, konnte zusätzliche Kapazität für das Mittagessen geschaffen werden.

Im Verwaltungsgebäude sind das Sekretariat, die Büros der Schulleitung und des Hausmeisters sowie das Lehrerzimmer untergebracht. Die Turnhalle (eine weitere Bewegungsfläche ist im Zuge der Baumaßnahmen vorgesehen) sowie die Aula, hier findet in weiten Teilen der Musikunterricht statt (Kapazität für 200 Personen) vervollständigen das weitläufige Schulgelände. Der am Brödermannsweg gelegene Vereinssportplatz kann von der Schule mitbenutzt werden. An das Schulgelände grenzt das –ebenfalls weitläufige- Gelände der Elbkinder-Kita Brödermannsweg und das Grundstück der Kirchengemeinde St. Peter.

Carl Götze war ein deutscher Pädagoge und Schulreformer.

Von 1914 bis 1919 lehrte er an der Schule im Brödermannsweg in Groß Borstel. 1920 wechselte er an die Schulbehörde, wo er als Oberschulrat das Volksschulwesen leitete. Als Schulreformer wollte er die ästhetische Erziehung umfassend ändern und von einer technisch ausgerichteten, theoretischen Zeichenlehre zu kreativer Gestaltung führen. Im Rahmen seiner Bemühungen lernte er den Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, kennen. Sie organisierten 1897 in der Kunsthalle eine Ausstellung freier Kinderzeichnungen, die unter dem Titel „Das Kind als Künstler“ überregionale Bekanntheit erlangte.

Carl Götze initiierte die Kunsterziehungstage mit, die 1901 in Dresden, 1903 in Weimar und 1905 in Hamburg stattfanden. Während Götzes Dienstzeit in der Weimarer Republik kam es in Hamburg zu umfassenden Schulreformen. Dazu zählte die Selbstverwaltung der Schulen, eine Arbeitsschule, freie Formen des Unterrichts und praktische Lernmethoden. Außerdem wurde das Institut für Lehrerfortbildung ins Leben gerufen. Als Repräsentant der Schulreform in Hamburg nahm er an zahlreichen in-und ausländischen Kongressen und Veranstaltungen teil.

Seit 1991 heißt die Grundschule in Groß Borstel Carl-Götze-Schule und erinnert an den ehemaligen Pädagogen.