Carl-Götze Schulmeisterschaft im Schach

Inzwischen ist es eine Tradition geworden, dass zum Ende des Schuljahres ausgespielt wird, wer die besten Schachspieler jedes Jahrgangs unserer Schule sind.
Da die Teilnehmerzahlen sehr hoch sind, wir in der Aula aber nicht ansatzweise genügend Platz haben, wird das Turnier auf zwei Tage aufgeteilt.
Am Dienstag, den 5.5.2026 fand das Turnier für alle Erst- und Zweitklässler statt. Wobei das nicht der eigentliche Beginn der Veranstaltung war. Bereits einen Tag davor hat unser Hausmeister Herr Steiner zusammen mit den FSJlern Jonathan und Gian Luca die Tische und Stühle in der Aula hingestellt. Die Kinder aus dem Leistungskurs Schach haben dann zusammen mit Herrn Mandelbaum Schachbretter, Schachfiguren und Schachuhren aufgebaut. Da wir an unserer Schule nur 20 Schachuhren haben, musste Herr Mandelbaum vorher noch Schachuhren aus einem Schachverein ausleihen. Außerdem hat er die Urkunden für alle Teilnehmer (mehr als 100) vorher ausgedruckt.
Es ist wichtig, dass die Kinder auch sehr rechtzeitig angemeldet werden, ansonsten funktioniert die Planung der Anzahl der Tische und Bretter nicht.

Wofür sind Schachuhren eigentlich wichtig? Wenn man eine Trainingspartie spielt, ist es egal, wie lange das Spiel dauert. Bei einem Turnier ist es aber so, dass alle Partien zu einem bestimmten Zeitpunkt beendet sein müssen, damit der Computer die nächste Runde auslosen kann. Dafür gibt es spezielle Schachuhren. Jeder Spieler hat eine bestimmte Bedenkzeit (bei unserem Turnier 15 Minuten), die er sich für das Spiel so einteilen kann, wie er mag. Man macht einen Zug, drückt die Schachuhr und dann stoppt die eigene Zeit, dafür läuft die Zeit des Gegners runter. Wenn der Gegner zieht, drückt er die Uhr. Dann stoppt seine Zeit und unsere Zeit läuft wieder. Sollte die Zeit ganz ablaufen, hat man verloren.

Am Dienstag ging es um 8 Uhr zunächst damit los, dass alle Kinder vor Ort noch einmal auf der Teilnehmerliste abgehakt wurden. Dafür haben sich zwei Eltern als Unterstützung gemeldet, vielen Dank dafür!

Dann hat der Computer ausgelost, wer gegen wen spielt. Die Eltern haben den Kindern dabei geholfen, die richtigen Plätze zu finden. Dabei half es, dass neben jedem Brett eine Tischnummer lag und jeder Jahrgang eine eigene Farbe hatte. Nachdem letzte Regelfragen geklärt wurden, konnte das Turnier starten. Insgesamt hat jedes Kind sieben Partien gespielt. Dabei lost der Computer immer Kinder gegeneinander aus, die ähnlich viele Punkte haben. Man scheidet also nicht aus, wenn man eine Partie verliert. Das wäre das KO-System. Aber bei Schachturnieren wird meistens das sogenannte „Schweizer System“ genutzt, damit alle Kinder möglichst viel spielen und lernen können. Wer sein Spiel beendet hat, baut die Grundstellung wieder auf und meldet das Ergebnis. Danach geht man in die Pausenhalle oder nach draußen.
Nachdem alle Partien fertig sind, gibt Herr Mandelbaum die Ergebnisse in seinen Computer ein und der lost dann aus, wer in der nächsten Runde gegen wen spielt.
Dann strömen alle Kinder wieder in die Aula und suchen ihren neuen Platz. So läuft es sieben Mal. Im Laufe des Turniers stellt sich dann langsam heraus, wer wohl ganz vorne landet und vielleicht sogar einen Pokal gewinnen wird. Die Tabellen wurden nach jeder Runde sehr genau studiert, um die eigenen Chancen abzuschätzen. Und dazu kommt dann auch noch der Wanderpokal, den die beste Klasse aus jedem Jahrgang für ein Jahr gewinnen kann. Dafür werden die vier besten Einzelergebnisse aus jeder Klasse addiert.
Kurz nach 12 Uhr war die letzte Partie der letzten Runde beendet. Dann mussten die genauen Punktzahlen und Platzierungen in den Urkunden eingetragen werden, was dank der Helfer schnell gelungen ist. Um 12.30 Uhr konnte die Siegerehrung starten.

In Jahrgang 4 konnte die 4d mit 18 Punkten vor der 4b mit 17 Punkten, der 4c mit 15,5 und der 4a mit 13 Punkten gewinnen.

Die Einzelpokale für die besten Mädchen gingen an Anneke, Anna und Sijana. Die Einzelpokale für die besten Jungen gingen an Gavrilo, Benedikt und Levi.

In Jahrgang 3 konnte die 3d mit 21,5 Punkten gewinnen. Es folgten die 3a mit 19,5 Punkten, die 3c mit 19 Punkten, die 3e mit 18,5 Punkten und die 3b mit 14,5 Punkten.

Jarla, Lotte und Sophie haben die Pokale als beste Mädchen gewonnen, Luk, Michel und Matthes haben die Jungenpokale gewonnen.

Am Mittwoch wurde das Turnier der Erst- und Zweitklässler ausgetragen. Da es noch einige sehr kurzfristige Nachmeldungen gab, mussten morgens zwei weitere Tische gesucht werden. In der Aula gab es keine weiteren Tische mehr. Zum Glück konnten die helfenden Eltern zwei große Tische aus der Pausenhalle herübertragen. Herr Mandelbaum konnte bereits am Dienstag zehn weitere Schachuhren ausleihen. Schachbretter und Schachfiguren wurden dann ebenfalls noch schnell herbeigeschafft.

Danach lief alles so wie am Dienstag ab. Die Drittklässler Noah, Michel, Matthes und Jarla unterstützten das Turnier als Schiedsrichter. Gerade die Erstklässler brauchten immer wieder Hilfe dabei, den Unterschied zwischen „Matt“ und „Patt“ zu verstehen. Sehr viele gute Stellungen wurden nicht gewonnen, weil das Kind, das eigentlich besser gespielt hat, am Ende vergessen hat, wie die „Treppenmatttechnik“ funktioniert.

Das hat die gute Stimmung aber nicht gestört. Es wurde sehr fair gespielt. Weder haben Gewinner beim Jubeln die Eckfahne herausgerissen und Tänze aufgeführt, noch haben Verlierer mit Figuren geworfen. Auch das Publikum hat sich angenehm zurückgehalten und keine Bengalos gezündet. Selbst die Schiedsrichter wurden von niemandem beleidigt.

Direkt nach der letzten Partie hat das Helferteam die Bretter und Figuren eingepackt und zurück in den Schachraum gebracht. Die Leihuhren wurden in Herrn Mandelbaums Auto verstaut und die Stühle zu Zehnerstapeln sortiert, schließlich wird die Aula am Nachmittag wieder anders genutzt.

Bei der Siegerehrung hat jedes Kind eine Urkunde bekommen und wurde beklatscht. Auch Frau Blunck ließ es sich nicht nehmen, den Schulmeistern persönlich zu gratulieren.

Bestes Klasse in Jahrgang 2 wurde die 2c mit 22 Punkten vor der 2d mit 18,5 Punkten, der 2a mit 18 Punkten, der 2b mit 15,5 Punkten und der 2e mit 14 Punkten.

Die Pokale der besten Mädchen gingen an Livia, Luise und Anouk, die Pokale der besten Jungen gingen an Simon, Kalle und Justus.

Beste Klasse in Jahrgang 1 wurde die 1c mit 20,5 Punkten vor der 1e mit 17 Punkten, der 1d mit 16 Punkten, der 1b mit 15,5 Punkten und der 1a mit 14,5 Punkten.

Die Pokale der besten Mädchen haben Greta, Mathilda und Carla gewonnen, die Pokale der besten Jungen haben Maxim, Theo und Yael gewonnen.